Alle guten Dinge sind 3 – oder… Teil I

Seit Ostern ist die Katze – oder vielmehr das „Ei“ – aus dem Sack, weshalb ich nun auch hier dem kleinen Wunder ein paar Zeilen spendieren möchte. Dieses kleine Wunder ist auch der Grund, weshalb ich mit meiner Sa’Naya Geschichte immer noch nicht so voran gekommen bin wie erhofft.

Dieses kleine Wunder hat aktuell eine ungefähre Größe von knapp 30cm und turnt ganz schön lebendig in meinem wachsenden Baum herum. 🙂

Anfang des Jahres habe ich diesem kleinen Wunder allerdings eine längere Phase heftigster ganztägig anhaltender Übelkeit zu verdanken, die mich komplett ausgeknockt hat. Da war an Plots verfeinern und Geschichten schreiben nicht einmal ansatzweise zu denken. Als die Übelkeit endlich am Abflachen war, hegte ich Hoffnung auf zurückkehrende Schreibmotivation – doch ich brauchte noch ein paar Wochen zum Erholen! Das ganze gepaart mit der anhaltenden Corona-Müdigkeit war keine gute Kombination.

 

Doch nun scheint eine Kehrtwende einzutreten, denn die ersten Zeilen von Sa’Naya sind erfolgreich in die Tasten gehauen. UND: mich überkam eine plötzliche Laune, ENDLICH ein Mini-Projekt abzuschließen, das ich seit – ich rechne – ACHT Jahren in der Schublade fertig geschrieben liegen habe *lach*

 

Doch bevor es dazu mehr gibt, lasse ich hier mal zunächst ein wenig meine Gedanken zum ganz aktuellen Zustand meinerseits schweifen. Ja, wir bekommen tatsächlich unser 3. Kind! Hätte mir jemand vor 10 Jahren erzählt, dass ich einmal 3 Kinder bekommen würde, ich hätte ihn ausgelacht! Das hätte ich mir niemals zugetraut! Nach der Geburt von Kind 1 holte mich eine wochenlange postnatale Depression ein und ich zählte jeden Tag mit Baby, der endlich vorbei war. Bei Nr. 2 fühlte es sich genau anders herum an und ich wollte das Kindlein gar nicht mehr ablegen. Dafür wurde ich vom Stress überrollt, ein Stillkind und ein Krippenkind unter einen Hut zu bekommen. Und 2 Minitiger häufig allein zu bändigen, da Schatzi im Schichtdienst, ist noch herausfordernder als nur einen Minitiger zu unterhalten und erziehen. Wie oft musste ich mich in der Zeit selbst auslachen, als ich an die ersten Monate mit nur einem Kind zurückdachte – und wie schrecklich anstrengend und kaum kaum auszuhalten ich die Zeit empfunden hatte!

Beide Male kehrte ich recht früh wieder in den Job zurück – einmal nach 5 und einmal nach 9 Monaten. War viel arbeiten und glücklich damit und es fühlte sich wirklich toll an, wie die Kinder heran wuchsen und wir Eltern wieder mehr und mehr Zeit für uns zurück bekamen und wir mehr und mehr entspannter mit den Kindern unternehmen konnten.

Doch ein ungeahntes Gefühl schlich sich ganz unbewusst ein und kroch immer wieder mal oben, formte eine Frage in meinem Kopf: sind wir wirklich komplett? Lange schob ich den Gedanken als verrückte Phase meines bunten Geistes beiseite, doch die Frage holte mich immer wieder ein. Gleichzeitig kamen viele Gegenfragen hoch – viele davon sicher nicht untypisch, wenn man über weiteren Nachwuchs nachdenkt: Willst du wirklich wieder viele schlaflose Nächte durchstehen müssen? Noch mal Elternzeit mit viel Gehaltseinbuße – könnten wir uns das leisten? Wie viele spannende Etappen würde ich in meinem geliebten Projekt auf Arbeit verpassen? Wie sollen wir uns dann noch unsere Träume von all den Urlauben erfüllen können? Und überhaupt: wir haben aktuell nicht mal 2 Kinderzimmer!

 

Das letzte Problem erledigte sich, als wir unverhofft ein Häuslein kaufen und sanieren konnten. Und seit wir in UNSEREM Heim mit viel Platz leben, kehrte bei mir unerwartet eine innere Ruhe ein, die ich nie für möglich gehalten hätte – Ich! Diejenige, die stets auf jede Dienstreise geflüchtet war, die in greifbare Nähe rückte und irgendwie immer spät nach Hause kam, wenn ich nicht dran war mit Kinder abholen. Finanziell spielte sich nun auch alles mehr und mehr ein. Und dann kam das Ereignis, das mir endgültig offenbarte: das ist keine Phase, das ist ein völlig unerklärlicher, aber äußerst inniger Wunsch in mir. Gute Freunde von uns bekamen ihr 3. Kind und jede einzelne Faser in mir schrie danach, dieses Glück auch erleben zu dürfen!

 

An der Stelle mache ich erst einmal eine Schreibpause – sonst artet der Beitrag gleich wieder in einem Roman aus 🙂  Den  Rest werde ich in einen 2. Teil packen: meine Selbstanalyse, was ich so verlockend an einer Nr. 3 finde und mein Ehrgeiz, meinen lieben Schatz davon zu überzeugen – der hatte nämlich so überhaupt gar keine Lust auf eine Nr.3 🙂

Ein Gedanke zu „Alle guten Dinge sind 3 – oder… Teil I

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